Von Jena nach Eisenberg

 

Wanderstrecke

 

Weissenborn-Eisenberger Mühltal-Kursdorf-(Weissenborn)

 

Charakter der Wanderung

Leichte Wanderung im Tal ohne große Höhenunterschiede

 

Anspruch / Anforderungen

Die asphaltierte Strecke durch das Eisenberger Mühltal st leicht und auch für Kinder und Ältere geeignet.

Der Wanderweg durch den Wald ist nur wenig beschwerlich, erfordert aber solides Schuhwerk

 

Highlights

 

8 teilweise bewirtschaftete Mühlen

Milos Waldhaus

 

Ausgangspunkt

Weissenborn, oder Parkplatz Stilles Tal

 

Endpunkt

Kursdorf, oder zurück nach Weissenborn

 

Wanderstrecke / Gehzeiten

Eine Richtung Ca. 8 km / 2 h

 

Einkehrmöglichkeiten

Meuschkenmühle; Naupoldsmühle

Pfarrmühle, Walkmühle; Schössermühle, Robertsmühle

 

Schilder am Weg

 

blumenpracht im mühltal

Veranstaltungstipp

Weihnachtsmarkt 2017

27.11. bis 22.12.2017

Weihnachtsmarkt Jena

Kulturarena 2017 in Jena

 

Empfehlenswerte Bücher und Kartenmaterial zu dieser Wanderung

 

 

Wandern in Jena

 

 

Wanderung durch das Eisenberger Mühltal

Das Eisenberger Mühltal

Die Wanderroute Eisenberger Mühltal

Das Eisenberger Mühltal befindet sich im Thüringer Holzland zwischen der Stadt Eisenberg im Norden und Bad Klosterlausnitz im Süden. Die kleinen Orte, die das Mühltal begrenzen sind Kursdorf und Weißenborn .

Den Besucher erwartet ein waldreiche Tal, das zu den reizvollsten Tälern von ganz Thüringen zählt. Es wird von der Rauda, einem schmalen Bach, durchflossen. 8 Mühlen und das Wohnhaus von Milo Barus verteilen sich wie in einer Reihe auf einer Gesamtlänge von 8 Kilometern.

Neben dem teilweise asphaltierten Hauptweg gibt es einerseits die Variante, parallel zur Straße den beschilderten Wanderweg zu nutzen, der auch immer einen Abzweig zu allen Mühlen bietet. Daneben gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten, um kleine Anhöhen oder Talausstiege zu nehmen.

Hunger und Durst kann man an vielen Stellen der romantischen Wanderung stillen. Fast alle Mühlen bieten eine Bewirtung und oftmals brennt auch sonst irgendwo auf dem Weg ein Rost.

Wir beginnen unsere Wanderung im Süden auf der Seite von Weissenborn oder am nahen Parkplatz westlich vom Ort am Stillen Tal.

Das Stille Tal

Vom Parkplatz aus läuft man vielleicht um die 15 Minuten durch das Stille Tal. Es verläuft durch den Wald, vorbei an kleinen Teichen und winzigen Lichtungen. Am Ende des Stillen Tales sieht man dann auch gleich die ersten beiden wichtigen Häuser - Milos Waldhaus und die Meuschkensmühle.

 

Milos Waldhaus

Milo Barus war einst sehr berühmter Mann, dessen Name aber wahrscheinlich nur der etwas reiferen Generation noch etwas sagen wird. Er galt einst als der stärkste Mann der Welt. Milo Barus baute sich dieses Haus im schweizerischen Stil im Jahre 1960 und lebte in ihm mit seiner Frau bis zu seinem Tod im Jahr 1977. Es war nur als Wohnhaus und im Gegensatz zu der vis-a-vis befindlichen Meuschkensmühle nicht als Mühle genutzt.

Die Meuschkensmühle

Die Meuschkensmühle

Die Meuschkensmühle erwartet den Wanderer mit einer farbenfrohen Fassade und einer Gaststätte mit einladendem Gartenlokal. Da die Meuschkensmühle gleich am Eingang des Eisenberger Mühltals liegt ist sie auch für nicht so wanderfreudige Besucher ein beliebtes Ausflugsziel.

Da auch Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden bleibt der eine oder andere Gast auch gern über Nacht. Auch Kinder finden hier ihren Spaß. Neben einem Spielplatz gibt es direkt an der Meuschkensmühle einen Reiterhof und einen Streichelzoo.

Man muss sicher nicht erwähnen, dass die gute Küche der Mühle sich auf thüringische Spezialitäten ausgerichtet hat.

 

die Naupoldsmühle

Die Naupoldsmühle

Der romantisch dahinfließende Raudabach und die hinter den Gebäuden ansteigenden Höhen bilden die Kulisse für die Naupoldsmühle.

Wie auch einige der anderen Mühlen kann man hier speisen, übernachten und sich vom Alltagstrott erholen. Das Thüringer Essen ist wie im Prinzip im gesamten Mühltal sehr empfehlenswert.

 

Das Mühltalmuseum im ehemaligen Backhaus gibt einen kleinen Einblick in Geschichte und Traditionen des Eisenberger Mühltals und der umliegenden Orte.

 

Die Froschmühle

Die „Froschmühle“ ist eine ehemalige Säge- und  Getreidemühle. Heute ist sie eine beliebte und gut besuchte Jugendherberge. Sie bietet immerhin fast 120 Betten an. Für unbeschwerte und erholsame Aufenthaltstage sorgen Möglichkeiten zum Zelten, Volleyball- und Fußballspielen, ein Tiergehege und viele andere interessante Beschäftigungen für Groß und Klein.

Welche Kinder und Jugendliche freuen sich dann abends nach einem ereignisreichen Tag nicht auf Lagerfeuer oder Thüringer Grillabend?

Die Pfarrmühle

Die Pfarrmühle

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Diese Mühle nennt sich heute Waldhotel Pfarrmühle und dementsprechend präsentiert sie sich auch. Die Pfarrmühle lädt als Urlaubsdomizil ein, ist aber auch ideal für Firmenfeiern, Tagungen und Seminare geeignet.

 

Die Walkmühle

Die Walkmühle liegt ziemlich zentral in der Mitte unserer Wanderung durch das Eisenberger Mühltal. Sie lädt also zu einer langen Pause mit Thüringischem Braten oder Kaffee und Kuchen ein, egal aus welcher Richtung man kommt.

Die Walkmühle ist ein recht großes Gebäude und entsprechend umfangreich ist auch das Angebot an Räumen und Sälen. Man hier tagen, schulen, essen oder einfach nur in historischer Umgebung das Mühltal genießen.

Die Amtsschreibermühle

Die Amtsschreibersmühle

Sie ist schon ein wahrlich beeindruckendes Bauwerk. Groß und prächtig präsentiert sich die Amtsschreibersmühle auf einer weiten Lichtung dem Wanderer oder herannahendem Hotelgast.

Schöne Doppel- und Einzelzimmer laden zum Verweilen ein und diese Chance nutzen viele Besucher des Eisenberger Mühltals.

Übrigens gehörte die Mühle einst um das Jahr 1912 herum dem bekannten Leipziger Chemieprofessor und Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald.

 

Die Schössermühle

Die Schössermühle liegt romantisch, aber etwas abseits und versteckt vom Hauptwanderweg. Eingerahmt vom Wald befindet sich diese etwas kleinere Mühle an einem Teich. Verhungern muss man in der Regel aber auch hier nicht. Allerdings stand das Gebäude zum Zeitpunkt der Website-Erstellung gerade zum Verkauf und die Zukunft der Schössermühle noch ein wenig ungewiss.

Die Robertsmühle

Die Robertsmühle wurde bereits im Jahr 1266 erbaut udn hielt den Mühlenbetrieb bis 1910 in Gang. Dann wandten sich die Besitzer der Gastronomie zu. Auch heute ist die Robertsmühle wieder bewirtschaftet, auch wenn das Außenbild der Mühle nicht mehr viel mit dem Original zu tun hat. Seit April 2011 ist sie wieder für Besucher geöffnet.

Ein Mühlencafe und eine historische Bauernstube laden zu kulinarischen Highlights ein. Gut gestärkt kann man sich dann entweder auf den Weg durch das Eisenberger Mühltal machen oder den auf einer Freifläche von 2000m² erbauten Mühltal- Miniaturpark erkunden, welcher die Mühlen des Tales um 1900 im Maßstab 1:20 detailgetreu darstellt.

Nun sind wir fast 8 Kilometer gewandert und müssen uns entscheiden, ob wir auf ähnlichem Weg wieder zurück zum Ausgangsort laufen wollen, den Bus in Kursdorf besteigen oder vielleicht eine Kremsfahrt genießen wollen

Kutsch- und Kremserfahrten im Eisenberger Mühltal

Man sieht sie sehr oft, die Kutschen und von Pferden gezogene Wagen, auf denen feiernde und gut gelaunte Menschen sitzen. Die Kremser haben in Thüringen und besonders im Holzland eine lange Tradition. So ist es nicht verwunderlich, dass im Eisenberger Mühltal diese Leidenschaft zu Pferden und den Gespannen ausgelebt werden kann.

Entweder man mietet einen der Wagen für seine Gäste oder vertraut darauf, dass man an Sonntagen einen Platz auf dem Linienkremser ergattern kann.

Diese Kremserfahren zwischen den Mühlen sind beschaulich und man sollte sie wenigstens einmal gemacht haben.

Bilder der Wanderung durch das Eisenberger Mühltal im Thüringer Holzland