Dorfidylle in Kunitz

Kunitz in Kürze

Postleitzahl von Kunitz

Eingemeindung

1. Juli 1994

Einwohner

ca. 860

Fläche

5.9 km2

Stadtteile von Jena

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Kunitz - Gemeinde von Jena

Kunitz liegt in einem Seitental der Saale und ist ein Ortsteil der Stadt Jena. Oberhalb von Kunitz liegt an einem steilen Bergvorsprung die Gleißbug, heute Kunitzburg genannt.

Kunitz - Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte

Das bereits im Jahr 1922 zum ersten Mal in die Stadt Jena eingemeindete Dorf Kunitz wurde im Jahre 1227 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Allerdings gab es über die Jahrhunderte viele unterschiedliche Schreibweisen dieses Ortsnamens . So wurde das Dorf im Mittelalter Condiz, in späteren Urkunden auch Cundicz oder Cunicz geschrieben. Vermutlich geht der Name auf Cuniza zurück. Es ist ein slawisches Wort und bedeutet in dieser Sprache einfach nur „Fichtenwald“. Man vermutet daher, dass Kunitz eine slawische Siedlung war, was auch durch Funde von Gefäßscherben aus der Zeit vor 1000 Jahren zu beweisen scheinen.

Die deutsche Geschichte des Ortes Kunitz wurde maßgeblich durch die Herren von Gleißberg mitbestimmt, die im Jahr 1133 zum ersten Mal erwähnt werden. Vom Kaiser beauftragt wurden von der Familie Gleißberg Verwaltung und Kontrolle erwartet. Leider war diese Familie nicht sehr geschäftstüchtig und so trat der wirtschaftliche Ruin schnell ein und sie verarmte. Die Herrschaft ging also folgerichtig in neuen Besitz über. Die Herrschaft und die Eigentümer wechselten über die Jahrhunderte sehr oft bis im Jahre 1547 Kurfürst Moritz von Sachsen das Amt Dornburg und damit auch das Dorf Kunitz den Ernestinern überließ, die damals Thüringen beherrschten. Erst 1850 kam Kunitz zum Justizamt Jena.

Kunitz heute

Dieser Ortsteil hat immer noch seinen ursprünglichen dörflichen Charakter erhalten, auch wenn in den letzten Jahren viele Einfamilienhäuser gebaut wurden und damit der Zuzug aus Jenas anderen Stadtteilen zugenommen hat.

 

Bildergalerie - Der Ortsteil Kunitz in Bildern